Am 19.07. stand für mich der Nordcup ab Schleswig auf dem Programm. Noch vor dem Start fand ich eine Gruppe von Nortorfern und wir wollten eigentlich zusammen fahren. In der Startaufstellung dann trat eine Mitfahrerin mit den Worten “Ihr fahrt ja nicht so schnell, dann fahre ich mit euch” an uns heran. Ein herrliches Selbstverständnis! Als die Gute auch noch die ganze Zeit während der Ansprache mit den letzten Steckeninfos irgendeinen Müll von sich gab, wurde es mir zuviel. Ich suchte also mein Glück allein in der Flucht.

Zügig ging es durch Schleswig und ich konnte gut nach vorn fahren. Nach einiger Zeit fand ich Thies von kivelo und um uns herum bildetet sich die zweite Gruppe, in der auch die Kollegen aus Wesseln vertreten waren. Die Gruppe lief sehr gut. Was ich von meinem Rad nicht behauten konnte. Ich saß auf dem Alubock, hatte aber die Schlauchreifen gegen Mavic Aksium mit Michelin Bereifung getauscht. Alles in der Nacht von Samstag auf Sonntag! Und nun war es da, dieses permanente Geklapper. Auch nach dem Aushägen der Bremse verschwand das Geräusch nicht. Thies und ich einigten uns auf ein permanentes Schlagen des Magneten am Tachonehmer. Da ich die Gruppe nicht ziehen lassen wollte, versuchte ich das Geräusch auszublenden. Eine Trinkflasche habe ich auch noch verloren. Schön war es nicht!

An der Kontrolle bei km 62, die wir mit einem Schnitt von 35,5 km/h erreichten, war das Geräusch mit einem Dreh am Tachnehmer schnell verschwunden. Auf der nun folgenden Etappe ging es in die Hüttener Berge, das Tempo wurde allerdings nicht angepasst, sondern beibehalten. Kurz vor der Verpflegung ließ ich die Gruppe fahren, was aber für mich okay war. Leider gab es nun den ersten von mehreren heftigen Regengüssen an diesem Tag.

An der Kontrolle hatte ich die Kollegen wieder eingeholt und es ging kurz zusammen weiter, bevor ich mein eigenes, für meine Verhältnisse anständiges Tempo fuhr. Es wurde flacher und die Kontrolle bei Km 122 kam rasch. Und da war mein Gruppe auch schon wieder. Unterwegs habe ich noch Christian aus Wesseln aufgelesen und wir sind ein Stück zusammen gefahren. Er hatte einem Kollegen mit zwei Platten und einer abgefallenen Kurbel geholfen.

Kurz nach der Verpflegung bin ich dann bei km 129 über einer Stock gefahren. Naja, es klang zumindest so. Was brach war jedoch kein Stock sondern eine Speiche auf der Antriebsseite im Hinterrad. Ich konnte auch zunächst noch gut weiter fahren. Dann erwischte mich der Fluch aller Systemlaufräder. Die Acht im Hinterrad wurde zur 16, dann zur 32 und mir wurde langsam klar, dass ich diesen Marathon nicht als Finisher beenden werde.

Mit Vmax 28 km/h eierte ich zur Kontrolle bei km 155. Unterwegs wurde es wieder nass, ich traf meine Gruppe, die einen Defekt beheben musste und für kurze Zeit auch zwei Vereinkollegen, welche ihr eigenes Tempo für einen 1200er Brevet in Bayern suchten (RESPEKT).

An der Kontrolle entschied ich mich wirklich auszusteigen. Da der Streckenservice nicht vor Ort war bin ich die 17 km von Treia direkt an der B 210 nach Schleswig zurück gerollt. Am Ende gab es immerhin noch vier RTF-Punkte. Ein schwacher Trost, da ich nun nicht alle 8 Nordcups beendet habe, wie es mein eigentliches Ziel für 2009 war. Das Finishertrikot habe ich allerdings trotzdem sicher, denn man benötigt nur 5 von 8 Marathons und ich habe schließlich 6 in der Tasche.

Es ist folglich alles nur halb so wild und Sascha von bike orange hat das Laufrad auch wieder gerade bekommen. Am HInterbau es Alurenners waren sogar noch kleinere Lackarbeiten zuerledigen, der Reifen hat auf den letzten Meter wohl arg geschliffen

Erneut war das beschauliche Nortorf der Startort für eine Radmarathonveranstaltung. Diesmal galt es über die 263 Kilometer (längster Marathon in Schelswig-Holstein) des Mitternachtsmarathons zu kommen. Da die Veranstaltung sowohl Nordcup und BDR-Supercup war, verirrten sich über 300 Teilnehmer an den Start. Ausgerichtet wurde der ganze Spaß gemeinsam von den Vereinen, die sonst allein den Nordcup ausrichten.

Pünktlich um 0 Uhr am Sontag ging es los. Unterwegs war ich wieder in der Runde der üblichen Marathonfahrer der RSG-Nortorf. Flott sind wir die 263 Kilometer angegangen. Fast schon so flott, dass ich dachte wir überziehen es mit dem Tempo, aber alle haben super durchgehalten. Trocken ist es leider nicht immer gewesen, dafür stimmte unsere Zusammenarbeit. Aber nicht nur die Stimmung unter den Teilnehmern war gut. Auch unbeteiligte Nachteulen schimpften nicht sondern freuten sich friedlich klatschend am Straßenrand. Unglaublich,  sowas in Deutschland!

Die Strecke führte von Nortorf nach Dannewerk (bei Schleswig), nach Husum, nach Wesseln, nach Hardemarschen (erstaunlich hügelig…nach 213 Kilometern) und zurück nach Nortorf.

Highlights waren: Der Fussgängertunnel in Rendsburg, denn mit dem Rennrad war ich zuvor noch nicht auf einer Rolltreppe; Alle gut organisierten Versorgungen, besonders die Menschen in Nachthemden in Dannewerk waren gelungen; Ein übelauniger Jungbulle, der es nicht lustig fand, dass wir an seinen Weidezaun pinkelten (was hat das Tier geschnauft und gescharrt); Die Tatsache einfach mal mit über 300 Radlern und der zugehörigen Beleuchtung durch eine Nacht zu rauschen und natürlich der reichhaltige Brunch zum Ende der Veranstaltung im Ziel.

Materialtechnisch war alles super. Der 80er Nabendynamo von Shimano in Verbindung mit der Edelux-Leuchte von SON waren klar eine gute Entscheidung. Leider hatte ich keine Helmlampe um die Richtungspfeile direkter anleuchten zu können. Über meinen Rücken scheibe ich hier jetzt mal nicht….irgentwas muss aber passieren.

Am Schluß zeige der Tacho trotz dreier Platten und eines Sturzes bei den Kollegen einen Schnitt von 30,00 Km/h. Ich bin sehr zufrieden.

Ich habe ihn wiedergefunden! Den Nordcup, der mir am wenigsten gefällt!

Mit reichlich Unlust, mieser Wettervorhersage im Radio, einem Crosser mit Schutzblechen im Kofferraum und platten Füssen sowie dickem Kopf von der Kieler Woche, steuerte mich mein Navi sicher zum Start nach Hamburg. Ich fürchtet es schon, dies war einer der Tage an dem man mir es nicht recht machen konnte. Am Start traf ich meine übliche Marathon-Gang aus Nortorf, die mittlerweile super toll funktioniert und wir begaben uns auf die Strecke.

Die ersten 150 Kilometer war es trocken und ich fragte mich schon warum ich den schweren Crosser mit Straßenvollausstattung und üppigen 12 Kilo durch die Gegend fuhr. Zu dieser Zeit wäre mein leichter Carbonrenner auf dem doch stärker profilierten Kurs durchaus sinnvoller gewesen. Man, es ging hier wirklich rauf und runter. Dazu kam mir der Kurs auch irgendwie eckig vor, denn ständig sollte ich abbiegen.

Bei Kilometer 130 meldete sich mein Rücken und nervte mit Schmerzen. Die allerdings nach jeder Verpflegung und ein paar Schritten verschwanden. Dumm nur, das diese Schmerztherapie nicht von Dauer war. Ich muss wohl wirklich mehr trainieren! Der Crosser schlug sich besser als gedacht. Er ist mein Winter- und Schlechtwetterrad und hatte bis dato noch keine Distanz über 100 Km gesehen. Wegen seiner Lichtanlage werde ich das Rad auch beim Mitternachtsmarathon am 04.07.09 fahren.

Leider fand ich an den Verpflegungen nicht das was ich wollte. Ich hatte auf ein Alternativobst zur Banane und ein wenig Gurke mit Salz gehofft. Isotonische Getränke gab es wie üblich auch nicht, aber dafür viele nette und freundliche Helfer.

Wie ich schon schrieb, es war trocken auf den ersten 150 km. Dann gab es kräftig Wasser vom Himmel. Die Straßen waren schnell sehr nass und in den nur noch kurzen Regenpausen erhielt man eine Zusatzdusche von unten. Schutzbleche waren also doch eine gute Idee. Trotzdem erreichte ich total aufgeweicht und mit faltigen Händen das Ziel. Mit diesem Nordcup werde ich einfach nicht warm.

Sehr schön ist, dass ich nun bereits 5 Wertungsläufe der Nordcup-Serie in der Tasche habe und so das Finishertrikot  mir sicher ist. Es bleibt nun also etwas Raum neues Material auf den restlichen Maratons zu testen. Sehr, sehr schön…

In den Läden wird es den Grand Prix 4000 RS erst ab Juni geben. Getestet haben wir ihn allerdings schon. Ich bin die 175 Gramm schwere Leichtbauvariante des GP 4000 S die 215 Kilometer des Dehoga-Marathons in Wesseln gefahren und bin ganz happy mit dem Reifen. Zunächst hatte ich Bedenken wegen der Pannensicherheit, aber der Reifen hat keine Schnitte davon getragen. Er rollt gut und läuft sehr unaffällig. Das er nun 15% besser rollt als ein normaler GP 4000 S habe ich nicht gemerkt. Beide Reifen halte ich für super! Im Vergleich zu einem Schlauchreifen rollt der RS nicht ganz so geschmeidig ab. In letzter Zeit bin ich immer mehr von diesen “Klebereifen” überzeugt.

Mit nur zwei Ruhetagen ging es für mich am 24.05. gleich wieder zu einem Marathon. Leider war der Start am Vorabend etwas fraglich geworden, da statt Kohlefaser plötzlich Kohletabletten im Mittelpunkt meines Interesses standen. Am Marathontag war aber alles gut.

Gefahren bin ich erneut im Verbund mit meinen Nortorfer Vereinskollegen und wir hatten unseren Spaß. Wie vorgenommen wurde dieser Marathon etwas sportlicher in Angriff genommen. Am Ende stand ein 30er Schnitt auf dem Tacho. Ein schönes Geburtstagsgeschenk. Leider hatten wir aber auch Verluste zubeklagen. Gleich in der Anfangsphase musste ein Kollege mit einem defekten Hinterrad (es drehte sich nicht mehr und Speichen waren auch weniger als ursprünglich verbaut vorhanden) aussteigen. Wenig später, noch bevor wir richtig Fahrt aufgenommen hatten forderte ein Kreiverkehr und ein Fahrfehler seine Opfer. Wir verlohren drei Gastfahrer und waren erstmal geschockt.

Als wir uns nach einer Zeit gesammelt hatten, ging dann die Post ab. Schnelle Wechsel und der Versuch eines belgischen Kreisels brachten uns gut voran. Relativ zügig waren wir in Wesseln im Ziel und alles war grün.

Die Leute, Orga und Verpflegung sowie die 215km lange Strecke des ABC Wesseln waren auch in diesem Jahr eine Klasse für sich. Wohl dem, der eine Bäckerei als Sponsor hat :-) .