Heute kam leider das Aus für die Mission in den Alpen. Bei Kilometer 25 stürtze Chriz schwer, als er sein Vorderrad verriss und brach sich den Arm. Trotz erheblicher Schmerzen fuhren Felix und Chriz die Etappe zu Ende und landeten auf Platz 77. In der Gesamtwertung liegt das bo-racing-team nun auf Platz 54.

Morgen wird Chriz nicht mehr an den Start gehen. Felix will nun ausserhalb der Wertung die Challenge zu Ende fahren.

Gute Besserung und Kopf hoch, Chrischi!!!

Heute standen für mich Pleiten, Pech und Pannen auf dem Programm oder soll ich es lieber Tour Schwarz nach Neumünster nennen?Nach launigen Worten der Organisatoren ging es auch heute wieder auf die Strecke. Schnell fand ich Thomas vom RST Lübeck und wir konnten unser Vorhaben einer gemeinsamen Fahrt in die Tat umsetzten. Überraschend schnell fand sich eine Gruppe und alles schien perfekt. Den ersten Hügel bei Molfsee überlebten alle und die Sache begann zu laufen. Kurz vor Rumohr in einer Baustelle übersah ich kurze Zeit später einen Stein und meine Fahrt war nach 300 Metern vorerst vorüber. Dankenswerterweise blieb Thomas bei mir und wir versorgten schnell mein luftloses Hinterrad. Die Gruppe war natürlich flöten.

Zu zweit machten wir uns nun auf denn Weg nach Blumental und ich muss sagen, am Berg bei Blumental ließ ich einige Körner. Schön war aber, dass wir schon wieder einige Fahrer passieren konnten. Kurze Zeit später haben wir uns dann aber ein wenig verfahren und so war selbst das Hauptfeld vor uns.

Das Feld war aber relativ schnell gestellt und mindestens genau so fix passiert. Es hieß nun also Paarzeitfahren was wir veranstalteten. Schön zügig sind wir dabei auch noch vorangekommen und alles war gut. Dann kam Neumünster und mein Hinterrad verlor wieder Luft. Mit einmal Nachpumpen konnten wir uns zur nächsten Tankstelle retten und die Lage dort genauer unter die Lupe nehmen. Von meinen innig geliebten und nur mit Anstrengungen zu beschaffenden Veloflex- Reifen war nicht mehr so viel übrig. Beide Reifen waren übel zerschnitten und ein Stück der Lauffläche fehlte am Hinterrad. Ich habe die Reifen mittlerweile entsorgt.

Als der Luftdruckautomat an der Tanke genug Luft in meinen Reifen gepumpt hatte, fuhren wir die 110er Extrarunde um Neumünster herum. Hier verlief dann alles ruhig. Die Hügel bei Boostedt hatte ich härter in Erinnerung, aber ich bin wohl etwas fitter als bei meinem letzten Besuch gewesen. In Boostedt füllten wir an der Tanke kurz Wasser nach und warfen eine Cola ein.

Nun kam das Flachstück in sengender Hitze um NMS herum. Irgendwo im Nirgendwo bei Großharrie verfuhren wir uns das zweite Mal. Diesen Umstand bemerkten wir leider erst recht spät, also kehrt marsch und zurück in Richtung NMS.

Bei Flintbek sammelten wir dann noch drei weitere Fahrer ein, die unser Tempo gehen konnten. Der Führungswechsel verlief aber recht einseitig zwischen Thomas und mir, aber das war egal, denn Kiel nahte.

Kurze Zeit später saß ich bei meinem MTB-Sparten-Kollegen, hatte eine große Cola und eine Bockwurst vor mir und durfte mich als RTFler bezeichnen lassen. Dann ging es ab nach Hause und dann zum schrauben zu bo, denn morgen fahre ich mit dem Stelvio Plus.

Seit heute sind Chriz und Felix in Naturns. Und wie sang unlängst ein bekannter Barde: „Euer Weg wird kein leichter sein….“. Der gute Mann sollte recht behalten, denn die fünfte Etappe ist mit 118,85 km die längste und mit 2909 hm bestimmt auch nicht die leichteste Etappe gewesen. Felix zumindest beschrieb die Etappe als richtig hart. Über sechs Stunden lang bei 35 Grad sind er und Chriz dem Ziel entgegen gejagt. Zum Schluss zwickte dann auch das Knie von Felix, aber im Ziel war die Freude dann trotz aller Schmerzen und Anstrengungen um so größer. Es winkte ein fetter 42. Platz auf der Etappe und ein 46. in der Gesamtwertung. Mit anderen Worten – es ist nun ausschlafen angesagt, denn ein Platz im ersten Startblock ist für das bo-racing-team reserviert. Ein klasse Leistung!

Die Tour Rot nach Plön begann heute morgen etwas ärgerlich für mich. Beim Aufpumpen meines Rades durfte ich feststellen, dass das Vorderrad kaum noch Luft hatte. Ein Schleicher war die richtige Diagnose. Nach einiger Zeit und unter Mithilfe einer Pinzette war der Mini-Dorn dann auch aus dem Reifen und ich konnte quer durch Kiel zum Startort irren.Die heutige Etappe startete ein wenig ungewöhnlich mit einem Eid. Jens K., Stefan L. und ich schworen, den Schnitt heute nicht über 30 km/h kommen zu lassen und nur in der Fettverbrennung herum zu gondeln. Klar, dass diese Sache nicht klappte, oder? Zwar umgaben wir uns heute nicht mehr gleich zu Anfang mit Rennfahrern, sondern mehr mit Marathonfahrern, was eigentlich eine ruhige und geordnete Fahrt hätte gewährleisten müssen. Es fuhr also eine Gruppe vor unserem Haufen. Obwohl, fahren konnte man das zumindest im engeren Sinne nicht nennen. Ständig fuhren wir in diese Gruppe und litten unter den Tempowechseln.

Bei Km 20 fasste sich dann Thomas aus Lübeck ein Herz und fuhr an die Spitze der Gruppe. Ich folgte und wir machten eine schöne Zweierreihe auf und die Sache begann zu laufen. Allerdings nur für eine kurze Zeit, denn offensichtlich darf niemand vor einem Rennfahrer fahren. Für einen Moment wurde es denn sehr laut in der Gruppe und vier Mann wurden förmlich aus dem Feld geschmissen. Dann lief es geregelter.

Kurz vor Plön setzte sich Stefan L. ab und ließ sich erst im Ziel wieder blicken. Unsere „Aussätzigen” hatten wir dann in Plön wieder aufgefahren. Die folgende Durchfahrt durch die Fußgängerzone glich einem Spießrutenlauf, ich bin wirklich noch nie so angepöbelt worden. Ich muss noch sagen, dass wir extrem langsam und sorgfältig gefahren sind und niemandem zunahe gekommen sind. Ein Fahrer aus unserer Gruppe ist sogar vom Rad geschubst worden. Da hört der Spaß doch wohl auf. Die Streckenführung hätte allerdings auch klüger gewählt werden können.

Die Ergänzungsrunde für die 110 Kilometer führte uns ins schöne Plöner Umland. Bei Bosau verließen uns dann auch die schnellen Hirsche und wir fuhren zügig weiter über Hügel und an Seen vorüber. Eine tolle Tour. Als wir Plön wieder erreichten ließen wir die Fußgängerzone aus und verpflegten uns an einer Tanke.

Nun ging es über Kühren, Postfeld und Bramissen durch gewohntes Trainingsrevier zurück in Richtung Kiel. Die Landschaft war auch hier klasse und die Sonne strahlte warm und wohlig vor sich hin. Es zogen allerdings noch Schatten auf. Auf einem Plattenweg bei Kühren überschlug sich ein Fahrer aus Wesseln und zerstörte seinen Helm. Es folgte also eine kurze Pause, bis der Mann sich wieder gesammelt hatte. Einige andere nahmen sich seines Rades an und füllten Luft ins Vorderrad.

Der Restweg nach Kiel wurde dann zum Ausrollen genutzt. Ca. 1 km vor dem Ziel erwischte es dann Jens K.. Ein anderer Fahrer passte einen Moment nicht auf und holte Jens vom Rad. Bis auf eine leichte Verletzung an der Hand ist Jens K. aber nichts passiert.

Das Stundenmittel lag heute bei 31,7 km/h und meine Pulswerte zeigen schon deutlich in Richtung Grundlage. Schön, mal sehen was morgen auf der schwarzen Tour geht.

Jens

Auf dem Weg von Scoul nach Livigno waren für Felix, Chriz und den Rest der Transalpinisten 78,01 km mit 2717 hm zu überwinden. Per Mail traf hier in der Zentrale, natürlich unmittelbar nach der Etappe, die frohe Botschaft ein:

” Platz 46. Etappe / Platz 51 Gesamt / Soll erfüllt/ können morgen ausschlafen/ stehen im ersten Startblock”.

Leider kam kurze Zeit später eine weitere SMS aus den Alpen. Es gab wohl einen Fehler in der Zeiterfassung und so liegt das bo-racing-team doch “nur” auf Platz 54. Mit dem Ausschlafen wird es somit auch nichts, denn der erste Startblock ist N O C H für unsere beiden Recken verschlossen. Natürlich kann sich sowas schnell ändern.