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Als wir morgens aufwachten, hörten wir schon wieder dieses leise klopfen auf dem Dach des Campers. Auch am letzten Morgen war es nicht ganz trocken, aber bis wir zum Frühstück aufbrachen hatte es aufgehört. Wiklich gemütlich war es aber nicht, so dass wir unser Frühstück lieber mit in den warmen Camper nahmen. Zum Start konnten wir uns wieder ganz vorne aufstellen und so gut in den Startloop auf der Rafter 6 Ranch starten. Danach ging es für etwa 10km ziemlich schnell auf Asphalt dahin. Wir holten hier eine grössere Gruppe ein, in der auf die Reeves mit ihrem Partner (mixed Platz 3 und gestern wegen uns nicht auf dem Treppchen) fuhr. Ich glaube sie fand das nicht so witzig, denn vor dem nächsten Trailg trat sie mit einem Bösen blick zu Anke einfach an Nach den ersten 10 schnellen Kilometern zog sich die Strecke permanent auf und ab durch einen schönen kleinen technischen Trail. Wir fuhren mit den gleichen Teams wie jeden Tag und die Stimmung war wikrlich gut. Alle wussten, dass es nicht mehr weit war und auch das Wetter wurde immer besser und sonniger. Als uns nach knapp der hälfte der Etappe das Niederländische Team überholte, konnten wir gelassen bleiben. Die Streckenlänge reichte nicht mehr aus um 35min auf uns aufzuholen. Die Trails führten uns weiter bis kurz vor Canmore. Hier ging es dann noch einmal durch das Langlaufskizentrum. Im Sommer verwandelt sich dieses in eine riesige Spielwiese für Mountainbiker. Das ganze Gelände bestand fast nur aus tollen Trails. Diese brachten uns dann auch direkt bis vor die Ziellinie. Der Zieleinlauf erfolgte dann mitten in Canmore bei echtem Sommerwetter. Die Niederländen haben nur 10Minuten aufgeholt und wir konnten so den 4. Platz halten. Sie waren zwar an 5 von 7 Tagen schneller als wir, aber am Ende zählt bei einem Etappenrennen halt doch die konstanz Der Zieleinlauf ist nun schon 3 Tage her und natürlich haben wir seit dem nur Sonne gehabt… Ich glaube die buchen für das Rennen extra das schlechte Wetter Heute Morgen weckte uns der Regen, der auf den Camper prasselte. Keine schönen Vorraussetzungen für die Königsetappe. Unsere Motivation für den Angriff auf Platz 4 hat aber nicht darunter gelitten. Die Etappe begann wieder auf einer Schotterstrasse, auf der wir kräftig Gas gegeben haben, da wir schnell aus dem zweiten Startblock nach vorne wollten. Nach einigen Kilometern ging es dann in den ersten Singletrailanstieg. Vor den Teams aus der Schweiz und den Niederlande konnten wir in den Anstieg starten. Als erstes holten uns die Niederländer ein und kurz vor dem Gipfel auch die Schweizer. In der Abfahrt gab es dann einen klasse Zweikampf zwischen der Schweizerin und Anke. Zwischendurch flogen wir noch an den Niederländern vorbei. Diese scheinen mit der technischen Strecke gar nicht zurecht zu kommen. Bis zur ersten Verpflegung gab es einen ständigen Platzierungswechsel zwischen unseren Teams. Das alles bei viel Schlamm, Dauerregen und Kälte. Durch die Verpflegung fuhren wir als erste und starteten in den langen Anstieg des Tages. Auf einem steilen Singletrail ging es bis auf 2200m höhe. Dort oben folgten einige Kilometer über der Baumgrenze. Hier oben war es schon sehr kalt, windig und es regnete noch immer. Oben war es dann leider um meine Hinterradbremse geschehen. Zwei Tage vorher hatte ich die Belege noch getauscht und nun waren sie schon so weit runter, dass ich kleine Feder in der Bremse schon zerstört hatte. Ich musste diese also kurz ausbauen bevor es in die 750hm Abfahrt ohne Hinterradbremse ging. In der Abfahrt konnten wir dann wieder an den Niederländern vorbei ziehen, die wie immer in der Abfahrt parkten. Etwas unwohl war mir schon bei dem gedanken an 40km mit einer Bremse und ich war wirklich froh als wir zumindest die lange Abfahrt hinter uns hatten. Die restlichen Kilometer zogen sich wieder in Trails durch das Gelände. Zum Glück gab es kaum steile Abfahrten, so dass wir relativ normal vorran kamen nachdem der Bremsbelagträger an meinem Hinterrad soweit runter geschliffen war, dass das Rad wieder normal drehte. Das Ziel erreichten wir heute nach ca 6:30. Eine Platzierung konnten wir erst nicht ausmachen, da die Rennleitung wohl nachdem wir bereits die erste Verpflegung passiert hatten eine Abkürzung über die Strasse ermöglichte. Wir hatten den Hubschrauber oben am Pass noch gehört. Dieser hatte dann Die Wetterbedingungen kontrolliert und diese waren wohl zu schlecht. Da wir ja schon 6:30 gefahren sind, hätte sonst ein grosser Teil des Feldes das Ziel nicht erreicht. Als wir den Pass erreicht hatten, hatten wir schon 4h auf der Uhr. Abends wurde dann mitgeteilt, dass alle Teams die abgekürzt hatten eine Zeitstrafe bekommen. Eins der Top Mixed Teams muss wohl auch auf die kurze Strecke gegangen sein oder defekt gehabt haben. Eigentlich sind sie ja vor uns durch dir Verpflegung und hätten von der Abkürzung auch noch nichts erfahren dürfen. Sie wurden zumindest im Ergebnis hinter uns aufgeführt, so dass wir heute einen schönen 3. Platz auf dem Treppchen ergattern konnten Auf unsere direkte Konkurrenz konnten wir auch Zeit gewinnen. Die Schweizer haben die kurze Strecke gewählt und die Niederländer waren erst 40min nach uns im Ziel. Damit liegen wir nun auf Platz 4 gesamt und für Morgen haben wir ein Polster von 35min. Das es heute wieder arsch kalt war brauche ich ja nicht mehr erwähnen, oder? Zum glück kam aber die Sonne pünktlich zum Start raus und wärmte uns etwas. Die Etappe begann wie die letzte aufghört hat. Fast 20km kämpften wir uns mit 8km/h Schnitt durch den Matsch. Bis zur Verpflegung konnten wir den Anschluss an die Mixed Teams um uns herum halten. Auf dem Flachstück zwischen den Verpflegungen konnten wir dann an dem Schweizer Team (Platz 4 Gesamt) vorbei ziehen und sie ziemlich stehen lassen. Das Niederländische Team, das uns seit Tagen jagt, konnte sich aber weiter nach vorne absetzen. Der zweite Teil der Etappe war sehr schön, wie schon die letzten Tage führte uns ein schmaler Pfad durch die Natur. Viele Klasse Trails und wie immer die eine oder andere Flussdurchfahrt folgten. Die Schlussabfahrt entschädigte dann noch mal für den vielen Schlamm in den letzten zwei Tagen. Im Ziel lagen wie wieder auf Platz 5. Allerdings haben uns die Niederländer heute 6 Minuten abgenommen. Damit sind sie an uns und an den Schweizern vorbei gefahren. Die Schweizer haben heute richtig gelitten und 23 Minuten auf uns eingebüsst. Wir liegen jetzt auf Platz 6. Die Schweizer liegen 3 Minuten vor uns und die Niederländer 5 Minuten. Morgen ist also mal wirklich Attacke angesagt (auch wenn ich das Anke bis jetzt jeden Tag gesagt habe). Hier beginnt gerade die Streckenpräsentation… hoffen wir mal auf einfache Anstiege und schwere Abfahrten, dann geht da Morgen was Heute beim Start auf 1650m war es dann noch mal kälter als gestern. Was es doch für eine geniale Idee war ein Wohnmobil zu mieten, im Zelt muss ich hier nicht jeden Tag pennen. Wir können immerhin schön morgens erstmal die Heizung anschmeissen. Nach dem Start blieben wir diesmal nur kurz auf der Strasse und bogen dann direkt in einen Trail ab. Das befürchtete Durcheinander hielt sich aber zum Glück in Grenzen. Der Trail zog sich ein paar Kilometer hin bis er auf die Strasse traf. Dort ging es dann die nächsten 10km recht schnell dahin bis wir schon nach knapp 40min die erste Verpflegung erreichten. Auf den nächsten 25km folgten zwei sehr schöne Anstiege. Zwar war doch wieder einiges zu schieben (ein Teilnehmer drohte schon an sein Bärenspray an dem Streckenchef auszuprobieren, da dieser “all rideable” angekündigt hatte) aber dafür gab es schönstes Kanada Postkartenpanorama und ne Klasse abfahrt. Danach erwarten wir entspannte und schnelle 20km bis ins Ziel. Leider hat uns der Streckenchef am Vortag vergessen zu sagen das auf diesen Trails normalerweise Kühe von einem Punkt zu einem anderen gebracht werden, dazu kam noch kräftig Wasser und fertig war die schönste Schlammpackung. Ich glaube so viel Schlamm habe ich in meinem leben insgesamt noch nicht gesehen. zwischendurch waren mal 100m zu fahren, dann ging es wieder durch Knietiefen schlamm (also echt bis zum Knie versunken). Zwischendurch haben wir mal 15min für 500m gebraucht haben. Aber nicht nur für uns war es anstrengend, denn 10km vor dem Ziel überholten wir einen fluchenden Fotografen der sich bis zur Nabe mit seinem Motorrad im Schlamm eingegraben hatte. Damit man nicht ganz so schlimm aussieht gab es dann wieder einige Bachdurchfahrten und am Ende sogar einen ausgewachsenen Fluss. Man musste bei der Strömung schon aufpassen, dass das Rad sicht nicht selbstständig macht. Warum wir dann 2km vor dem Ziel noch kräftig Regen abbekommen haben weiss ich aber nicht. Im Ziel waren wir dann wieder als sechste der mixed Klasse. Wir haben aber noch eine Minute über in der Gesamtwertung, so das wir dort noch immer auf Platz 5 liegen. |

